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16.05.2020

Maklercourtage beim Immobilienkauf wird künftig geteilt

Beauftragt der Verkäufer eines Einfamilienhauses oder einer Wohnung den Makler, muss er künftig mindestens die Hälfte der Courtage tragen. Das ergibt sich aus dem "Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser", das der Bundestag am 14.05.2020 beschlossen hat.
Ziel des Gesetzes ist, private Käufer von Wohnimmobilien von Kaufnebenkosten zu entlasten.
Wird ein Makler auf Grund zweier Maklerverträge sowohl für den Käufer als auch den Verkäufer tätig, kann er eine Vergütung künftig nur von beiden Parteien zu gleichen Teilen verlangen. Wenn der Makler mit einer Partei vereinbart hat, für diese unentgeltlich tätig zu sein, kann er auch von der anderen Partei keine Vergütung beanspruchen. Hat dagegen nur eine Partei den Makler beauftragt, muss diese die Maklervergütung zahlen. Vereinbarungen mit dem Ziel, die Kosten an die andere Partei weiterzureichen, sind nur wirksam, wenn die weitergereichten Kosten maximal 50 Prozent der insgesamt zu zahlenden Courtage ausmachen. Diese Regelung gilt jedoch nur für Verbraucher. Handelt der Erwerber im Rahmen einer gewerblichen Tätigkeit, kann die Verteilung der Maklerkosten auch weiterhin anderweitig vereinbart werden.
Ein Maklervertrag, welcher den Verkauf eines Einfamilienhauses oder einer Wohnung zum Inhalt hat, bedarf künftig der Schriftform, eine mündliche Abrede oder ein Handschlag reichen nicht mehr aus, um einen wirksamen Maklervertrag zu begründen.
Diesem Gesetz muss noch vom Bundesrat zugestimmt werden und durch den Bundespräsidenten im Bundesgesetzblatt verkündet werden. Es tritt dann 6 Monate nach der Verkündung in Kraft, vermutlich im Dezember 2020 oder Januar 2021.
Das Bestellerprinzip bei Vermittlung von Mietwohnungen bleibt unverändert.



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